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qm:kapseln

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Herstellung von Kapseln AA-PR-003 Version 004
Rolle Signatur
Geprüft Geschäftsführung 8-)
Freigegeben QM 8-)

Grundsätzliches

1. Zweck: Diese Arbeitsanweisung regelt Verantwortlichkeiten sowie das Vorgehen bei der Kapselherstellung mittels automatischer Kapselmaschinen.
2. Geltungsbereich: Diese Arbeitsanweisung gilt für den gesamten Produktionsbereich der Firma Pluripac GmbH. Sie regelt alle Tätigkeiten der Weiterverarbeitung von festen Rohstoffmischungen mittels automatischer Kapselmaschinen.
3. Prozesseigner: PR

Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Definition
AV Arbeitsvorbereitung
QM Qualitätsmanagement
PR Produktion

Flowchart

flowchart LR A([Start]) --> B[Rohstoffe sind geprüft] B --> C[Rüsten + Einstellen] C --> D[Produktion] D --> E[Kontrollen] E --> F{i.O.?} F -->|Nein| G[Abweichung] F -->|Ja| H[Abfüllen in blaue Säcke und exakte Kennzeichnung] H --> I[Metalldetektion] I --> J([Ende]) G --> H

Arbeitsanweisung: Herstellung von Kapseln

Die verantwortlichen Personen haben diese Arbeitsanweisung der Auftragsabwicklung anzuwenden, um einerseits die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, andererseits die Rohstoffmischungen ordnungsgemäß weiter zu verarbeiten.

1. Vorgehen

1.1 Kapselherstellung

Bestellmengen ab 30.000 Kapseln werden auf den Kapselmaschinen Zanasi bzw. Praktika gefertigt.

Die Leerkapseln werden aus dem Lager entnommen und in den weißen Bereich eingeschleust. Die benötigten Kapseln werden mittels Transportwagen in den entsprechenden Produktionsraum gebracht.

Die zur Produktion vorbereitete Maschine wird vor Produktionsbeginn nochmals überprüft. Dabei ist sicherzustellen, dass alle Maschinenteile und Schrauben ordnungsgemäß eingebaut und unversehrt sind, um Maschinenschäden sowie Fremdkörpereintrag zu vermeiden.

Anschließend werden die Kapseln in den Kapselfülltrichter gegeben und die fertige Pulvermischung in das Pulverrotationsbecken eingefüllt, bis der Füllstandsensor reagiert.

Danach wird die Maschine eingeschaltet und entsprechend der Produktion eingestellt. Das gewünschte Kapselgewicht bzw. die Kapselfüllmenge wird am Dosierknopf justiert. Anschließend werden ca. 20 Kapseln produziert, gewogen und bei Bedarf nachjustiert. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das gewünschte Gewicht erreicht ist.

Schwankungen im Kapselgewicht sowie ungefüllte Kapseln können durch:

  • Anpassung des Drucks am Kompressions-Ausstoßarm
  • Regulierung der Produktionsgeschwindigkeit

behoben werden.

In seltenen Fällen ist eine Nachjustierung der Messer im Produktnivellierungskontrast erforderlich, um eine gleichmäßigere Befüllung zu erreichen. Auch die Einstellung des Sensors bzw. des Produktnivellierungskontrasts beeinflusst das Kapselgewicht positiv.

Die Produktspezifikation wird hinsichtlich lebensmittelsicherheitsrechtlicher sowie kundenbezogener Anforderungen geprüft. Es dürfen ausschließlich Rohstoffe und Premixe mit gültigen Analysenzertifikaten und Spezifikationen verwendet werden. Daraus werden die notwendigen Textbausteine für die Produktspezifikation generiert.

Bei Bioprodukten dürfen ausschließlich biokonforme Rohwaren und Kapseln eingesetzt werden.

Zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Verschlusses ist der Schließandrücker entsprechend einzustellen.

Nach erfolgreicher Einstellung beginnt die Produktion.

Das Kapselgewicht soll eine Schwankungsbreite von ± 2 % möglichst nicht überschreiten. In Ausnahmefällen sind ± 5 % zulässig.

Während der Produktion sind regelmäßig Stichproben zu entnehmen:

  • 10 Kapseln zur Gewichtskontrolle
  • zusätzlich Einzelwiegungen von 10 Kapseln

Die Kontrolle des Kapselverschlusses erfolgt ebenfalls regelmäßig mittels Größenmesser.

Es ist darauf zu achten, dass alle Abdeckungen, Deckel und Absaugstutzen zur Staubminimierung korrekt angebracht und in Betrieb sind.

Die Produktion endet, wenn der Füllstandssensor die Maschine abschaltet. Restpulver wird entfernt und entsorgt.

Fehlerhafte Kapseln werden manuell aussortiert, spätestens jedoch in der Versandabteilung. Entsprechende Informationen sind weiterzugeben.

Die fertigen Kapseln werden:

  • in Kunststoffbeutel abgefüllt
  • verschweißt
  • beschriftet

Vor der Weitergabe in die Konfektionierung erfolgt die Metalldetektion.

Während der Produktion dürfen Produkte nicht in bodenstehenden Behältnissen gesammelt werden. Es sind geeignete Transportmittel (z. B. Rollwagen) zu verwenden.

Die Dokumentation erfolgt auf den HSV und umfasst:

  • Maschineneinstellungen
  • Produktionsfreigabe
  • Gewichtskontrollen
  • Reinigung und Desinfektion
  • Reinigungskontrollen

Die Bilanzierung der eingesetzten Rohstoffe sowie der Produktionsmengen erfolgt über Rechnungs- und Lieferdokumente.


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qm/kapseln.1774938427.txt.gz · Zuletzt geändert: von susann.teuscher

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